Beispiele aus der Praxis


Teamleiter auf der Suche nach Entlastung

Ein Teamleiter kam zu mir, weil er sich völlig überlastet fühlte. Er hatte Probleme, sich zu konzentrieren, war ständig müde und hatte Schlafstörungen. Er beschrieb mir seinen Arbeitsalltag: „Alle kommen ständig zu mir, mit allen möglichen Problemen, die ich dann lösen darf.“ Schnell wurde deutlich, dass er der Meinung war, wenn er es mache, werde es auch richtig gemacht und Nachfragen entfallen. Dass er selber durch seine eigene Überlastung auch zur Fehlerquote beitrug, fiel ihm erst auf den zweiten Blick auf. Es fiel ihm schwer, nein zu sagen, „lieber mache er es selber“. Wir haben gemeinsam neue Strategien entwickelt. So konnte er bald  besser nein sagen und besser abgeben. Die Erkenntnis, dass er nicht alles selber machen muss und es trotzdem funktioniert, war sehr heilsam. Heute delegiert er mehr an seine Mitarbeiter. Er ist wieder entlastet und der Arbeitsalltag gerettet. Der Teamleiter konnte sich wieder auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Unternehmer mit neuem Zeitmanagement

Ein Unternehmer berichtet mir von seinem Zeitproblem. „Die Zeit reicht hinten und vorne nicht mehr, sogar die Wochenenden gehen oft drauf.“ Ein gesundes Unternehmen hatte in letzter Zeit immer mehr Stornos und Beschwerden, was wiederum viel Zeit kostete. Im Coaching wurde deutlich, dass der Unternehmer große Angst hatte, Aufträge zu verlieren. So verzettelte er sich immer mehr. Er machte Terminzusagen, die er dann nicht einhalten konnte, weil er schon wieder andere Aufträge angenommen hatte. Die Kunden machten Druck. Wir haben neue Strategien der Zuverlässigkeit entwickelt – er wird künftig seine Zusagen mit entsprechenden Zeitpuffern einhalten. Interessanterweise fanden sich jetzt wie von ganz alleine für die gefürchteten Leerzeiten Kleinaufträge für Spezialteile. Einzelteile, die sonst in der Schnelle der Zeit keiner lösen konnte. Mit der Zuverlässigkeit kam die Ruhe zurück und ein mehr an Zeit. Die Fehlerquote sank deutlich. Die Auftragslage blieb positiv.

Von der Mitarbeiterin zur Geschäftsführerin

Eine Geschäftsführerin war auf der Suche nach neuen Strategien. Sie war schon seit Jahren in der Firma als Mitarbeiterin beschäftigt und stieg jetzt in die Geschäftsleitung auf. Mit dieser neuen Funktion zeigten sich Probleme. Sie wurde von bestimmten Mitarbeitern, die sie von früher kannten, nicht wirklich akzeptiert. Anweisungen wurden nicht ernst genommen. Wir haben hier gemeinsam an der Kommunikation, ihrem Bild nach außen, an ihrer eigenen Einstellung sowie Unsicherheiten gearbeitet. Heute ist sie zufrieden in ihrem Job und wird akzeptiert. Sie bringt Veränderungsideen ein, die auch umgesetzt werden. Sie wird heute von den Mitarbeitern akzeptiert.

Mitarbeiterin fühlte sich nicht ernst genommen

Eine Mitarbeiterin fühlte sich von ihrem Abteilungseiter übergangen und nicht ernst genommen. Ihre Vermutung war, dass dies geschah, weil sie eine Frau ist. Teilweise wurde ihr nicht einmal die Hand zur Begrüßung gegeben, den männlichen Kollegen aber schon. Arbeiten wurden hinterfragt und angezweifelt, obwohl sie die Spezialistin in dem Bereich war.

Hier haben alle gemeinsam an der Situation gearbeitet, um eine Lösung zu finden. Alle saßen an einem Tisch – vom Personalleiter bis zum Betriebsrat, dem betreffenden Abteilungsleiter und der Mitarbeiterin. Ich wurde als Business Coach mit dazu genommen, um eine neutrale Position zu schaffen und zu vermitteln, denn alle anderen hatten ja sozusagen „Karten im Spiel“. Wichtig war in dieser schwierigen Situation, dass der Abteilungsleiter sich nicht vorgeführt fühlte, sondern es musste eine Situation des Vertrauens geschaffen werden. Eine Kommunikation des Miteinanders hat ergeben, dass der Abteilungsleiter tatsächlich Ängste gegenüber der Mitarbeiterin hatte, da diese Spezialkenntnisse hat, die ihm fehlen. Die Lösung bestand darin, dass sich beide gegenseitig in ihrer jeweiligen Position respektieren, ohne dass sie sich gleich „lieben“ müssen. Die Erkenntnis war, dass beide voneinander profitieren können. Heute können sich die beiden in die Augen schauen und auch die Hand reichen – keiner musste aus der Firma gehen, beide konnten ihren Job behalten.

Neuer Job

Eine Angestellte quälte sich in ihrem Job, traute sich aber nicht, etwas Neues zu suchen. Hier wurde der Istzustand aufgenommen. Schnell wurde klar, dass die Angestellte in einem anderen Unternehmen besser untergebracht wäre. Die Firma und die Mitarbeiterin passten nicht zueinander. Die Lösung bestand darin, das Selbstbewusstsein der Mitarbeiterin zu stärken und ihr Mut zu machen. Sie brauchte einen Motivator, der sie auf ihrem Bewerbungsweg begleitete. Heute hat sie in einer anderen Firma einen tollen Job gefunden und ist glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben.

Ein kleiner Chaot

Manchmal sitzen auf Führungspostionen kleine Chaoten, die es schaffen, das ganze Team unnötig auf Trab zu halten. Ich hatte ein Arztpraxisteam als Kunde, da war der Chef ein kleiner Chaot, er kam immer wieder zu spät, machte Zusagen, die nicht eingehalten wurden, holte Mitarbeiter kurzfristig aus ihrem Urlaub zurück und konnte schon auch mal cholerisch werden. Dies führte zu Unzufriedenheit und ständiger Unruhe im Team, einzelne Mitarbeiter waren völlig erschöpft. Hier war ganz klar ein Gespräch mit dem Chef fällig, der musste etwas verändern. Ihm war vieles nicht bewusst, und er war sehr dankbar für diese Hinweise. Gemeinsam haben wir neue Strategien der Zuverlässigkeit entwickelt. Am Ende war der Lohn: Mehr Zufriedenheit für alle!

Am falschen Platz

Ich hatte eine Klientin, die in der Buchhaltung eines Unternehmens arbeitete. Sie machte ihre Arbeit dort nach Schema F und es war okay so, aber sie war nicht zufrieden. Sie hatte ein unglaubliches Talent: Sie liebte es mit Menschen zu sprechen, sich um die Menschen zu kümmern. Bei den Betriebsfeiern und Festen, bei Veranstaltungen kamen die Kunden zu ihr. Sie vertrauten ihr und fühlten sich bei ihr ernst genommen und wertgeschätzt. Sie versuchte, dem Kunden jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Die Kunden liebten sie. Bei einem unserer Business Coaching Termine wurde es der Klientin bewusst, was sie denn „eigentlich“ für die Firma „wert“ war und wo ihre wirkliche Berufung lag. Sie fasste sich ein Herz und sprach mit ihrem Chef. Es hat sich gelohnt! Heute arbeitet sie in der Kundenbetreuung und ist glücklich und zufrieden. Der Chef und die Kunden sind es auch! Was will ein Unternehmen mehr?